Politik

CDU erwägt Einführung eines Bundeswehr-Gedenktags

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(Quelle: über dts Nachrichtenagentur)
GDN - In der CDU gibt es Bestrebungen, einen Bundeswehr-Gedenktag einzuführen. Das geht aus dem Antragsbuch für den Bundesparteitag Anfang Dezember in Hamburg hervor, über das das "Handelsblatt" (Mittwochsausgabe) berichtet.
Die vom CDU-Bundesvorstand bestellte Antragskommission empfehle darin, einen entsprechenden Antrag der Jungen Union (JU) in der Fassung anzunehmen: "Die Bundesregierung soll prüfen, ob ein bundesweiter und jährlich wiederkehrender Gedenktag "Tag der Solidarität mit der Bundeswehr" am 12. November eingeführt werden soll", berichtet die Zeitung. Die JU hatte schon in der Vergangenheit für den 12. November geworben, weil an diesem Tag im Jahr 1955 die ersten 101 Freiwilligen in die Bundeswehr eintraten und ihre Ernennungsurkunden erhielten. Hinter der Idee eines Bundeswehr-Gedenktags stehe der Gedanke, dass zu diesem Termin die Vertreter der Parteien "die Einheiten vor Ort besuchen und ihren Dank und Respekt für die Arbeit im letzten Jahr bekunden" können, berichtet die Zeitung unter Berufung auf einen früheren JU-Beschluss. Die Bürger könnten zudem für das Soldatenhilfswerk oder andere Organisationen spenden, und die Bundeswehr könne durch einen Tag der offenen Tür für sich werben. Die Grünen lehnen einen Bundeswehr-Gedenktag ab. Bei der CDU scheine es eine "richtige Inflation" an Bundeswehr-Feiertagen zu geben, sagte der verteidigungspolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Tobias Lindner, dem "Handelsblatt". Erst führe Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) den Tag der Bundeswehr ein, nun fordere die Junge Union einen Bundeswehrgedenktag. "Die aktuellen Probleme der Truppe, was Material und Unterbringung betrifft, wird man aber nicht dadurch lösen können, dass man einen Feiertag nach dem anderen für die Truppe schafft", so Lindner weiter. Das sei "Placebo-Politik", die über "die Versäumnisse der letzten Jahre hinwegtäuschen" solle, so der Grünen-Politiker.
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